Weltweite Arbeitsteilung ist ein Segen

Die Reaktionen vieler Staatsführungen auf die Corona-Pandemie zielen darauf ab, das soziale Leben weitgehend zu blockieren. Es bleibt für die Masse der Menschen nur der direkte Kontakt zu den Mitmenschen im gleichen Haushalt. Darüber hinaus gewinnen soziale Medien noch einmal an Bedeutung.


Teil des sozialen Lebens sind die wirtschaftlichen Tätigkeiten. Die wirtschaftlichen Tätigkeiten haben aufgrund drastisch verringerter Arbeitszeiten bei vervielfachter Produktivität für die Masse der Menschen inzwischen beinahe eine Art Teilzeitcharakter angenommen. Zugleich erstrecken sich wie ein unsichtbares Band, geleitet von der berühmten unsichtbaren Hand, tagein tagaus über die Welt. Das Band ist tatsächlich ein weit verzweigtes Netz, kaum überschaubar, kunstvoll gewebt, von niemanden in Gänze beabsichtigt.


Jeder Tag, an dem das wirtschaftliche Leben auf staatliche Anordnung ruht, geht mit menschlichen Kosten einher. An dieser Stelle soll keine Bilanz aufgemacht werden. Vielmehr möchte ich auf das Wunder hinweisen, das eine Folge vieler menschlicher Absichten und Handlungen ist und doch nicht geplant war und unmöglich planbar ist.



Drei Texte bieten sich zur Illustration an:


1. "I, pencil" - einer der berühmtesten Essays über Marktwirtschaft, Arbeitsteilung und die spontane Ordnung von Leonard E. Read. Die Ausgangsfrage lautet: Wer kann einen Bleistift herstellen. Die Antwort lautet: Niemand alleine. Bei Forum Freie Gesellschaft gibt es den Hinweis auf Original und Übersetzung. Prometheus - das Freiheitsinstitut bietet zudem in Anlehnung daran einen Eintageskurs, um die Wirtschaft zu verstehen. Außerdem gibt es die Geschichte über den wunderbaren Bleistift auch für Kinder. Enno Samp sei Dank – er hat eigeninitiativ die deutsche Übersetzung übernommen: “Die Tuttle Zwillinge und der Wunderbare Bleistift” Das Buch sei aufs Wärmste empfohlen.


2. Inspiriert durch diese Erzählung hat Paul Seabright die Herstellung eines Hemdes nachvollzogen. Ich habe das an den Beginn meines Buches über die Marktwirtschaft und ihre Pervertierung gestellt. Den Textauszug kann man im vorangegangenen Blog-Beitrag "Wer organisiert die wunderbare Arbeitsteilung?" lesen.


3. Der New Yorker Bestsellerautor A. J. Jacobs hat zwei Dinge auf glückliche, ja, glücklich machende Weise verbunden: Jacobs dankt vielen Menschen, die an der Herstellung seines Morgenkaffees mitwirken, persönlich. Das sind über 1.000 und noch nicht alle. Seine Erlebnisse hat er in einem kleinen Buch zusammengefasst: Thanks a Thousand. Das Wunder der Arbeitsteilung wird auf sehr schöne Weise deutlich. Meine Besprechung ist ebenfalls auf DieBucht.Rocks nachlesbar: "Dankbarkeit – Glücksproduktion durch Entanonymisierung von Arbeitsteilung".


Ich hoffe, die Corona-Krise und insbesondere die bisherige staatliche Reaktion führt vielen Menschen vor Augen, wie wertvoll und schön die weltweite Arbeitsteilung ist. Die Marktwirtschaft zu schützen, dient unser alle Wohl. Wir sind Marktwirtschaft.

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