Vertraue dir selbst!

Klassiker bestechen durch Zeitlosigkeit


Die Sprache mag etwas altertümlich erscheinen, eben aus dem 19. Jahrhundert. Die Ausdrucksweise ebenfalls. Es kommt indes auf das Wollen an, das hinter und in dem Text steckt. Wer die wahre Absicht des Autors erkennt, der wird ihm und dem Text gerecht. In der heutigen Zeit des Hypermoralismus ist das angesichts der ständigen Perversion von Texten besonders angebracht.


Ralph Waldo Emerson war ein amerikanischer Schriftsteller und Philosoph, der von 1803 bis 1882 vor allem in Massachusetts bei Boston lebte. Als einder der führenden Köpfe der idealistischen Bewegung des wirkungsmächtigen Transzendentalismus trat Emerson für eine freiheitliche, selbstverantwortliche und der Natur zugewandte Lebensführung ein.

“I think we must get rid of slavery, or we must get rid of freedom.”

Seine kleine Schrift "Vertraue dir selbst!" ist ein Plädoyer für persönliche Unabhängigkeit und für charakterliche, eigentümliche Freiheit. Mit Verve argumentiert Emerson dafür, seinem wahren Selbst Ausdruck zu verleihen und sich nicht von herkömmlichen Konventionen, darunter Konsistenz und Angepasstsein, einschnüren zu lassen.

"Ich hoffe, wir haben in diesen Tagen von Konformität und Konsequenz zum letzten Mal reden gehört."

und

"Beharre auf Dich selbst; ahme niemals nach!"

Seine Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Kaum jemals zuvor scheint Konformität eine stärkere Leitlinie gewesen zu sein als in der Zeit von "Die Mannschaft". Im Trend liegt, wenn auch weitaus vorsichtiger formuliert, liegt seine zweite Botschaft, nämlich sich selbst Ausdruck zu verleihen.


Offenkundig geht nur beides zugleich.

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