Life sucks & is great

Im 21. Jahrhundert ist der Lebensstandard in Deutschland wie in weiten Teilen des Westens so gut wie nie zuvor. Obwohl es den Menschen erheblich besser geht als noch ein halbes Jahrhundert zuvor, sind Pessimismus, fundamentale Kritik an den herrschenden Zuständen und ein an Heißhunger erinnerndes Verschlingen schlechter Nachrichten allgegenwärtig.


Life sucks!

Wirklich?


Selbstverständlich ist das Leben kein Paradies. Zweifelsohne gibt es Missstände. Kritik ist notwendig, in gelungener Form geradezu eine Tugend – gerade mit Blick auf die Schweigespirale. Indes heißt besser wissen nicht besser machen. Und selbstverständlich ist etwas Besseres etwas Schlechterem stets vorzuziehen. Zugleich ist es naiv anzunehmen, nur weil man etwas als besser erkannt zu haben glaubt, könnte das auch realisiert werden, müssten andere es einfach nur tun.


Ein Beispiel: Die Schelte von Politikern und Bürokraten ist vielfach berechtigt. Die Gesundheitspolitik ist seit Jahren fehlerhaft. Es gibt heute weitaus drängendere Probleme als Organspenden, darunter die Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln und den selbst zu verantwortenden Ärztemangel sowie ein verfehltes, planwirtschaftliches Anreizsystem. Gleichwohl ist es nicht trivial, den bürokratischen Tanker Gesundheitswesen zu wenden. Die Public Choice Schule erklärt nicht nur, warum Politik viele strukturelle Defizite hat, sondern auch in welchen Zwangslagen Politiker und Bürokraten arbeiten und inwiefern die Wähler mit verantwortlich sind.


Deutschland und Europa stehen vor erheblichen Herausforderungen. Reformen an Händen, Kopf, Füßen, Rumpf sind überfällig. Und – war das jemals vollkommen anders?


Es lohnt sich im täglichen Rauschen, das Substanzielle vom Flüchtigen zu trennen. Gerade Liberale tun gut daran, immer wieder auf die zeitlosen Erkenntnisse und Axiome hinzuweisen. Freiheit unter der Herrschaft des Rechts bringt noch immer das Beste hervor. Je mehr die Staatsbediensteten entscheiden, umso weniger Handlungsfreiheit haben die Bürger.


Zugleich ist es mehr als eine Frage der Redlichkeit, sich die ständige Verbesserung der Welt vor Augen zu führen. Das Positive anerkennen macht gute Laune. Die Wohlfahrtsfortschritte seit den 1970er Jahren sind enorm. Wenn wir noch ein halbes Jahrhundert mehr zurückgehen, dann werden manche Errungenschaften geradezu unfassbar. Einige Trivia, die vielleicht keine sind:

  • Die Welt ohne und mit Penicillin ist eine völlig andere.

  • Der Fortschritt in der Zahnpflege und -reparatur bis hin zur Wurzelbehandlung ist enorm. Bei einer Blinddarmentfernung gibt es längst keinen großen Schnitt mehr.

  • Mit einem kleinen Telefon kann man auf nahezu das gesamte Wissen der Welt zugreifen.

  • Als es einen Walkman gab, wurde individuell hörbare Musik mobil. Heute ist jedes Musikstück, vom Pop-Song bis zum klassischen Konzert per Knopfdruck oder Ansage mobil verfügbar.

  • Nie zuvor mussten ein durchschnittlicher Deutscher so wenig arbeiten, hatte so viel Freizeit und konnte sich so viel pro Arbeitsstunde kaufen. Das gilt gerade mit Blick auf die Einführung des Acht-Stunden-Tags vor 101 Jahren.

Life ist great! Verwenden wir unsere Kraft, um es für uns und unsere Nachkommen noch besser zu machen.


Quelle: pixabay

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