Jeder kluge Familienvater versteht, warum Freihandel sein Leben verbessert

Adam Smith hat es zeitlos formuliert - die Torheiten von Trump und der EU waren schon im Mittelalter blanker Unsinn

Containerschiff MSC Oscar - Foto: HHM / Dietmar Hasenpusch


Wer ist der größere Tor, der Tor oder der, der dem Tor folgt? Freihandel ist wieder in aller Munde, noch mehr indes sind es Zölle und Protektionismus. Um das kleine Einmaleins der Wirtschaft zu verstehen, müssen manche Politiker nachsitzen.


Dabei ist Freihandel so eine einfache, alltägliche Sache. Eigentlich intuitiv verständlich. Schon Adam Smith schrieb im Wohlstand der Nationen:

Arbeitsteilung und Handel


"Jeder kluge Familienvater befolgt den Grundsatz, niemals etwas zu Hause anzufertigen, was er billiger kaufen kann. Dem Schneider fällt es nicht ein, sich die Schuhe selbst zu machen, sondern er kauft sie vom Schuhmacher; dem Schuhmacher andererseits fällt es nicht ein, sich die Kleider selbst herzustellen, sondern er gibt sie beim Schneider in Auftrag, und dem Landwirt kommt es nicht in den Sinn, sich dies oder jenes selbst zu machen, sondern auch er setzt die einzelnen Handwerker in Nahrung."

Und er fährt fort mit dem Blick auf Arbeitsteilung, Spezialisierung und Handel:

"Alle sehen den Vorteil darin, ihre Arbeitskraft ganz in der Weise zu betätigen, in der sie etwas vor ihren Nachbarn voraus haben und sich mit einem Teil des Ertrages oder, was dasselbe ist, mit dem Preis dafür das zu kaufen, was sie darüber hinaus brauchen."

Es bleibt unverständlich, warum manche Menschen die Welt vollkommen anders sehen, warum sie sich und anderen ein X für U vormachen wollen, sobald nicht der Einzelne, sondern die Vielen im Mittelpunkt stehen. Noch einmal Adam Smith:

"Was aber in der Wirtschaftsführung eines Familienhaushalts klug ist, das kann auch im Ganzen einer großen Volkswirtschaft kaum Torheit sein. Wenn uns nämlich ein anderes Land mit einer Ware billiger versorgen kann, als wir sie selbst herzustellen im Stande sind, so ist es vorteilhafter, dass wir dem betreffenden Lande diese Ware gegen Produkte unseres eigenen Gewerbefleißes, in denen wir vor dem Auslande etwas voraus haben, abkaufen."

Unausrottbare Dummheiten


Einer der engagiertesten Verteidiger des Freihandels ist Don Boudreaux, langjähriger Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der George Mason University. In seinen fast täglichen Leserbriefen schreibt er:


In 1381 Richard Leicester worried about the fact that the English were importing more than they were exporting and, therefore, were paying for these extra imports with money. ... Leicester’s solution to this non-problem sounds as if it were from a Trump White House press release: “Wherefore the remedy seems to me to be that each merchant bringing merchandise into England take out of the commodities of the land as much as his merchandise aforesaid shall amount to; and that none carry gold or silver beyond the sea, as it is ordained by statute.”

Wir haben die Wahl, wie wir mit Gegner von Freihandel umgehen: freundlich und bestimmt korrigieren, in die Schranken weisen, lächerlich machen, sie nachsitzen lassen. Und wir können hoffen, dass sie keine Familienväter sind, zumindest aber die Kinder klüger als ihre Väter sind.

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