Die Welt wird immer besser – Marktwirtschaft sei Dank

Gehören Sie auch zur Mehrheit? Ende 2015 glaubten fast 60 % der Deutschen die Welt werde immer schlechter, und nur 4 Prozent die Welt werde besser (weltweite Umfrage). Crash Propheten sind en vogue und machen Kasse. Es ist menschlich, sich für Gefahren und negative Entwicklungen zu interessieren. Zudem lieben viele Menschen, sich über Dinge aufzuregen. Keine Frage: Die pollitische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage in Deutschland ist beklagenswert. Dennoch wird die Welt immer besser. Haben wir verlernt über unseren schnelllebigen Alltag hinaus zu blicken?


Kapitalismus verbessert die Welt dramatisch

Seit der institutionellen Revolution, die auch auch etwas schief als industrielle Revolution bezeichnet wird, also seit dem Siegeszug des Kapitalismus, und nicht allein durch das Aufkommen neuer Technik, wird die Welt rasant besser. Die Lebenserwartung ist rasant gestiegen. Die Zahl der Menschen auf der Erde hat sich vervielfacht. Suaberkeit, Gesundheit, Ernährung haben sich grundlegend verbessert. Die Armut ist dramatisch gesunken. Während vor 20 Jahren noch ein knappes Drittel der Weltbevölkerung in extremer Armut lebte sind es nunmehr weniger als 10 Prozent. Der Lebensstandard für Milliarden Menschen ist unvergleichlich besser als noch im späten 18., im ganzen 19. und sogar im 20. Jahrhundert. Man braucht sich nur in Museen die Wohnstuben und schauerliche Gesundheitsversorgung anschauen. Die Architektur mag vielfach schöner gewesen sein. Allein verheerende Kriege haben für eine Unterbrechung des Trends gesorgt.


Statistik eindeutig: erstaunlicher Fortschritt

Es ist faszinierend sich die Bilanz der Lebensverbesserung durch unser aller Handeln vor Augen zu führen, etwa mit Johan Norberg, der das in seinem Buch „Progress“ aufgezeigt hat: Wir leben heute in der besten aller Welten. Immer mehr Menschen geht es immer besser – nie ging es so vielen so gut. Ursache ist Fortschritt für alle durch Freiheit.


Eine Alternative sind die 32 Statistiken, die anlässlich des verstorbenen schwedischen Wissenschaftlers Hans Rosling,Professor für Internationale Gesundheit in Stockholm, hier als gute Nachrichten anzuschauen sind. Dazu gehören drastisch gesunkene Kindersterblichkeit, stark reduzierte Kinderarbeit, weit verbreitete Versorgung mit sauberem Wasser, kaum noch Katastrophentote im welthistorischen Maßstab, ferner nur noch wenige Tote bei Flugzeugabstürzen, vielegeschützte Arten, fortschreitende Impfungen, ein rasanter Anstieg von Musikveröffentlichungen und erheblich gesunkener emittierter Feinstaub.


Schließlich sei auf die statistische Fundgrube von Max Roser hingewiesen, der in Oxford lehrt und forscht und die Webseite "Our World in Data" betreibt. Zu der Fülle von korrigierten Irrtümern gehört auch, dass Einsamkeit kein zunehmendes Problem ist, die aktuelle Panikmache diesbezüglich schon.


Die beste aller Welten

Diese positive, überaus erfreuliche Entwicklung hält an. Matt Ridley hat im Spectator auf die außerordentlich positive Entwicklung in der letzten Dekade hingewiesen mit Bestmarken en masse: niedrigste extreme Armut (unter 10 Prozent), niedrigste Kindersterblichkeit, praktisch keine Hungersnöte mehr, abnehmende schwere Infektionskrankheiten, weniger Ressourcenverbrauch (in Großbritannien seit der Spitze in 2000), wachsende Wälder, Rückkehr von Raubtieren und seltenen Tieren wie Wölfen und Seeadlern. Leider schadet die jüngste Umweltpolitik der Umwelt eher, weil sie den Ressourcenverbrauch erhöht – Planwirtschaft ist stets ineffizient, verschwenderisch und umweltzerstörend – und zugleich die Energieversorgunsgsicherheit unterminiert. Außerdem führt sie in Deutschland zur Zerstörung einer ganzen Industriebranche und jeden Tag erneut zu absurden Forderungen und ideologischen Mahnungen.


Kapitalismus ist Umweltschutz

Das Gerede wider Wachstum und Kapitalismus ist intellektuell beschämend. Mit wachsendem Wohlstand gehen zwei bedeutende Entwicklungen einher, die unsere natürliche Umwelt betreffen:

  1. Der Schutz vor Umwelteinflüssen bis hin zu Umweltkatastrophen ist bei höherem Lebensstandard weitaus besser als es in ärmlichen Regionen der Fall ist. Dafür braucht es Kapitalismus und wirtschaftliches Wachstum.

  2. Der Schutz der Umwelt ist bei höherem Lebensstandard ein zunehmend prioritäres Ziel, das auch erreicht werden kann, anders als in armen, auftsrebenden Gesellschaften.

Die Kurzformel lautet: Je reicher eine Gesellschaft ist, desto grüner ist sie.


Der natürliche Verbündete des Umweltschutzes ist die Marktwirtschaft. Das gilt sowohl für die Lösung von Umweltproblemen über den Koordinationsmechanismus der Marktwirtschaft als auch für die Entdeckung neuer umweltfreundlicher und ressourchenschonender Verfahren im Wettbewerb.


Zuletzt hat auf den geringeren Ressourcenverbrauch und die abnehmende Umweltzerstörung Andrew McAfee hingewiesen. Seit Jahrhunderten werden Nahrungsmittelimmer produktiver erzeugt, seit Jahrzehnten werden dafür auch immer weniger Ressourcen benötigt. Das Wirtschaftswachstum koppelt sich dank findiger Unternehmer auf Entdeckungs- und Wettbewerbsmärkten vom Ressourcenverbrauch ab.


Marktwirtschaft ist das beste Mittel gegen Armut

Zugleich ist die Marktwirtschaft auch der beste Verbündete der Armen. Die Indices zur wirtschaftlichen Freiheit sprechen Bände. So enthällt der aktuelle Economic Freedom Index (EFI, Liberales Institut) bemerkenswert viele gute Nachrichten. Die wichtigste lautet: Die Freiheit hat weltweit zugenommen. Nach wie vor gilt, je freier ein Land desto besser für die Menschen. Im Rückblick bis in die 1950er Jahre wird deutlich, dass die Freiheit besonders in den anderthalb Jahrzehnten von 1985 bis 2000 gewachsen ist. In dieser Zeit legten die Regierungen eine Pause in ihrem unaufhörlichen Streben nach staatlicher Ausdehnung ein. Besonders erfreulich ist, dass die Leistungen der Unternehmern für eine prosperierende Welt gewürdigt werden:

„Es wird anerkannt, dass die Unternehmer mit ihren Innovationen, ihrer Förderung des sozialen Wandels und der Schaffung von Wettbewerb die wichtigsten Treiber des wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts sind.“

Für Deutschland ist das nicht zuletzt eine Warnung an die Klimapolitiker, Regulierer, Zollfetischisten, Vermögenssteuerfreaks und Sanktionsfans. Wirtschaftliche Freiheit begünstigt Unternehmertum und sorgt so für Wohlstand und Wohlfahrt, eine lange Lebenserwartung eingeschlossen. Zugleich sind die wahren Profiteure der Unternehmen die Angestellten. Ihre Ausbeutung durch böse Kapitalisten ist eine törichte Diffamierung. Darauf hat vor Jahrzehnten bereits Henry Hazlitt hingewiesen. In seinem Buch zur Überwindung der Armut zeigte der amerikanische Publizist und Vorzeigeliberale auf:


Erst die Marktwirtschaft hat für massenhaften Wohlstand gesorgt. Marktwirtschaft bleibt ausnahmslos das beste Mittel gegen Armut. Überall dort, wo sich Marktwirtschaft nicht entfalten kann, wo in guter Absicht interveniert wird, werden die Armen schon mittelfristig noch ärmer, während die Marktwirtschaft Schaden nimmt. Das ist der rote Faden, der den zeitlos wertvollen Band durchzieht. Das wahre Problem der Armut ist also nicht die Verteilung, sondern die Produktion.


Schöne oder schreckliche Welt?

Nicht zuletzt die Entgrenzung von Wissen und Kommunikation zu immer niedrigeren Kosten verbessert unsere Welt. Weniger Arbeitszeit, mehr Freizeit in größerem Wohlstand – gerade in Deutschland im internationalen Vergleich – machen das Leben angenehmer. Allerdings bleibt auch mehr Zeit, um sich Sorgen zu machen oder aber sich zu freuen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen. Wenn nun noch die Politiker und die von ihnen bewirtschafteten Wähler dazu übergehen, den Großteil ihrer für Wirtschaft und Gesellschaft nachteiligen Entscheidungen zu unterlassen, würde das zur großartigen Entwicklung der Welt zusätzlich beitragen.


Quelle: Pixabay

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