Deutschland: kehr zur Vernunft zurück!

Aktualisiert: 11. Aug 2019

Die Stimme der Vernunft gibt es noch. Die Vernunft fordert Reformen statt ideologischer Phantasmen. In die Debatte, die noch nicht geführt wird und vor mehr als zehn Jahren aus den Gazetten verschwand, führt eine gut gemachte Broschüre ein:


Erhards Erben: Thesen zur Verteidigung der sozialen Marktwirtschaft


Angriffslustiger hätte es heißen können: Thesen für eine Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft. Bekanntlich ist die soziale einer zunehmend sozialistischen Marktwirtschaft gewichen, eigentlich einem etatistischen Betreuungswerk, das tagein tagaus Marktwirtschaft und Freiheit untergräbt - mit der Kraft der Früchte des Kapitalismus und der Freiheit.


Die Broschüre ist noch nicht erschienen und wird im Vorfeld ausgewählten interessierten Menschen präsentiert. Urheber ist der Deutsche Arbeitgeberverband. Eine frühzeitige Verteilung in meinem kleinen Wirkungskreis findet die Unterstützung des dortigen Ehrenpräsidenten.

Broschüre


Zum Inhalt:


Die Broschüre beginnt treffend mit der „German Angst“ und prangert die satte Unbeweglichkeit vieler Deutscher an. Im Anschluss werden für sechs Themenfelder Reformen gefordert, im Grunde handelt es sich um nicht weniger als eine Umkehr auf dem Wegen tief in die Sackgassen.


1. Selbstverantwortung steht ganz oben. Weg von der Betreuung, hin zur Subsidiarität. Es gelte Stolz und Würde zurückfordern.


2. Schulische Bildung „muss differenzieren, nicht gleichschalten“. „Bildung ist keine Maßnahme zur Herstellung von Gleichheit, sondern zur Förderung von Verschiedenheit und Individualität“ heißt es treffend. Eine zeitlose Erkenntnis, die sich nicht zuletzt auf die verrückten Freitage beziehen lässt lautet:

„Wer nichts weiß, muss alles glauben.“

Erhards Erben fordern echte Bildung (statt „Pisa-Testeritis“).


Die Punkte 3. und 4. betreffen die Energieideologie, also:

3. Ergebnisoffene Forschung statt Ideologie praktizieren, wie bei der Energiepolitik.

4. Da die Energiepolitik „in allen Dimensionen gescheitert“ ist, sei ein Neustart dringend geboten.


5. Persönliche Mobilität ist ein elementarer Teil der Freiheit: „Wie die Menschen die Verkehrsinfrastruktur nutzen, sollte ihnen selbst überlassen bleiben.“ Es gelte alle Antriebstechnologien zu erforschen.


6. Resilienz und Wehrhaftigkeit: Erhards Erben geht es um nicht weniger als den Schutz von Staat und Verfassung gegen Gefährdungen von innen (sic!) und außen. Privateigentum, Haftungsprinzip, und freier Wettbewerb, das sind die drei Stützen, die das Gebäude von innen tragen.


Hier werden auch die Bürger in der Pflicht genommen - schließlich steht die Selbstverantwortung ganz am Anfang.


Die Broschüre ist rasch lesbar und deckt wichtige Felder für eine Reformdebatte ab. Der Mischung aus klassischer Broschüre und moderner Aufbereitung wünsche ich viel Verbreitung und Resonanz. Es ist ein Zeichen, ein wichtiges, dass der Deutsche Arbeitgeberverband sich engagiert. Die politischen Zustände in Deutschland sind längst nicht mehr nur ein Ärgernis. Ich hoffe, dass die Bürger noch debattenfähig sind.


Das letzte mir bekannte Reformprogramm, allerdings in Buchform, stammt von Ulrich van Suntum: Masterplan Deutschland. Mit dem Prinzip Einfachheit zurück zum Erfolg. Seit 2006 haben interessierte Kreise den Irrweg weiter beschritten, besser einen Lemminglauf initiiert. Es ist längst überfällig, dass sich die Vernunft an die Spitze des Feldes setzt.




MvP-NEWS: SIGN UP AND STAY UPDATED!
  • Grey Twitter Icon
  • Grey LinkedIn Icon
  • Grey Facebook Icon
  • Grey Google+ Icon

© 2018 by MvP.  Proudly created with Wix.com