Am Vorabend einer großen Krise?

Updated: Feb 9, 2019


Quelle: Bundesarchiv, Bild 102-12023 / Georg Pahl / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5480279

Die Welt ist in Bewegung. Europa hat sich stark verändert. Das liegt an der Finanzkrise und der Flüchtlingskrise, tiefer liegend vor allem an Zentralisierung und Bürokratisierung zugunsten der EU.


Gegen alle drei krisenhaften Entwicklungen regt sich Widerstand. Das liegt auch daran, dass anders als der Begriff Krise besagt, kein Zusteuern auf einen Wendepunkt und eine Bereinigung der problematischen Ursachen stattfindet.


Deshalb hat

- das politische Versagen zur Bildung neuer Parteien geführt,

- die Zentralisierung abspaltende Kräfte gestärkt,

- die verfehlte Rettungs- und Geldpolitik die Probleme aufgestaut und vergrößert.


Was werden wir in den nächsten etwa zwei Jahren erleben? Den fortschreitenden Bedeutungsverlust als unfähig und überkommen angesehener Parteien. Den Brexit und den Italexit. Die Stimmung in Italien ist derart EU feindlich und die Besinnung auf die eigene Kultur und Wirtschaftsweise beträchtlich, dass eine Trennung Italiens von der EU wahrscheinlicher wird. Zudem werden die Visegrád-Staaten weiter an Eigenständigkeit gewinnen. Schließlich wird es zu einer Bereinigung der unhaltbaren wirtschaftlichen Lage kommen, ausgehend vom Bankensektor.


Viele Banken haben kein tragfähiges Geschäftsmodell mehr und können sich regulatorisch bedingt kaum gesund schrumpfen. Die europäische Bankenkrise dürfte das Euro-System in seiner jetzigen Form nicht mehr fortbestehen lassen. Wer Zeit für ein sehenswertes 7 Minuten Interview findet, der investiert gut: „Epochale Krise ungefähr 2020“ (JF-TV-Interview mit Markus Krall, Dank an TL für den Hinweis).


Der große Krisenprognostiker Felix Somary hat schon vor fast 100 Jahren mahnende Worte gefunden, die sich auf unsere Zeit übertragen lassen:

Lieber möchte ich Drosselung der Staatsausgaben, langsameren Wiederaufbau von Banken und Industrie sehen, als die Entwicklung einer Konjunkturperiode anderen Ende Staatsbankrott und Bankenvernichtung stehen müßten.


Nachtrag: Ich halte damit mein 2015 geäußerte Auffassung – Der Crack-up-Boom fällt aus! im Smart Investor - weiter für zutreffend, sehe aber eine Bereinigungskrise näher rücken.

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